Hugo Preuß
Pariser Freiheitsstatue (und Eiffelturm)
Letzte Änderung: 13.04.2016
 
Historische Demokratieforschung
haeuser
Ein Projekt der Hugo-Preuß-Stiftung und der Paul-Löbe-Stiftung
Konzeption

Nach einer Akzentverschiebung von sozial- zu kulturwissenschaftlichen Neuansätzen hat die Geschichtswissenschaft auch die „Historische Politikforschung“ wiederentdeckt. Dem Einführungsband Ute Frevert/Heinz-Gerhard Haupt (Hg.), Neue Politikgeschichte, Frankfurt/M 2005, folgte in jener Reihe u.a. auch eine materialreiche Studie zu den Diskussionen über die Verfassungsgrundlagen der Weimarer Republik: Heiko Bollmeyer, Der steinige Weg zur Demokratie. Die Weimarer Nationalversammlung zwischen Kaiserreich und Republik, Frankfurt/M 2007.

Historische Demokratieforschung in einem interdisziplinären – rechts-, politik- und geschichtswissenschaftliche Betrachtung verbindenden – Sinne kann sich zunächst an dem nach Art. 79 Abs. 3 GG auf Dauer gestellten Art. 20 Abs. 2 unseres Grundgesetzes orientieren: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.“
Solche Verfassungsnormen sind interpretationsbedürftig. Dazu leistet neben dem Öffentlichen Recht und der Politikwissenschaft auch die Geschichtsforschung ihren wesentlichen Beitrag. Das Projekt Historische Demokratieforschung wird getragen von der Hugo-Preuß-Stiftung und der Paul-Löbe-Stiftung:

http://www.hugo-preuss-stiftung.de
http://paul-loebe-stiftung.eu

Ein interdisziplinäres Konzept von Politischer Kultur erscheint zunächst geeignet, eine Brücke zwischen kultur- und politikwissenschaftlichen Ansätzen zu schlagen.

Aus dem Dresdener Sonderforschungsbereich ist u.a. dieser Tagungsband hervorgegangen: Hans Vorländer (Hg.), Integration durch Verfassung, Wiesbaden 2002. Der Herausgeber ist u.a. Direktor des Zentrums für Verfassungs- und Demokratieforschung an der Technischen Universität Dresden:

http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_fakultaet/ifpw/poltheo/zvd

So wie der Stufenbau der Rechtsordnung mit dem Namen des demokratischen Staatsrechtslehrers Hans Kelsen verbunden wird, ist Hugo Preuß mit einem Konzept des Stufenbaus der Gebietskörperschaften hervorgetreten: von den Gemeinden über selbstverwaltete Provinzen und Länder bis zu den Staaten und internationalen Verbindungen. Deshalb soll Historische Demokratieforschung auch die kommunale Ebene nicht vernachlässigen.

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